Das Wochenbett.
"Muss ich wirklich sechs Wochen in meiner Wohnung auf dem Sofa bleiben?"
So oder so ähnlich lese ich immer wieder Fragen in diversen Mamaforen.
"Natürlich nicht" antworte ich - und ein bisschen ausführlicher will ich hier nun noch schreiben, wie mein Wochenbett so aussah und was mir geholfen hat.
Mit diesem Beitrag nehme ich an der Blogparade Wochenbett-Tips aus erster Hand – von Mutter zu Mutter
des Hebammenblog teil.
Schwangerschaft, Geburt, das erste Jahr mit Baby.
Über alles gibt es Infobroschüren, Bücher, Filme und viel mehr.
Aber das Wochenbett wird meist mit "Sie werden die erste Zeit mit ihrem Baby genießen, auch wenn sie anstrengend ist" oder "Gönnen Sie sich so viel Ruhe wie möglich" kommentiert.
Dabei sind diese ersten 8 Wochen im Lebens als Familie prägend für die kommenden Jahre.
Ein gutes, entspanntes Wochenbett kann heilen, wenn eine traumatische Geburt voran gegangen ist. Es kann belohnen für eine schwierige, angstvolle Schwangerschaft.
Es ist die Zeit in der wir den Menschen kennen lernen, der für den Rest unseres Lebens unser Lebensmittelpunkt sein wird.
Ich habe nun zweimal das Wochenbett hinter mir.
Und habe es zweimal Grundverschieden verbracht.
Mein erstes Wochenbett begann zwei Stunden nach einem ungewolltem Kaiserschnitt. Man vergaß mich im Aufwachraum und als es der Schwester auffiel, wurde ich endlich zu meinem Kind in den Kreißsaal gebracht. Dort lagen wir und wussten eigentlich nichts über einander und ich nichts über das Leben mit einem Kind. Mit meinem Kind.
Die erste Woche meines Wochenbetts war anstrengend.
Ich wollte Stillen, doch klappen wollte es nicht.
Ich musste aufstehen, was wahnsinnig weh tat.
Meine Zimmernachbarin hatte stundenlang lauten und aufdringlichen Besuch.
Natürlich war ich die meiste Zeit, vollkommen beschäftigt. Saß da in meiner Seifenblase, starrte stundenlang mein Kind an und lächelte tapfer, wenn wieder die Familie meiner Zimmernachbarin zu Besuch kam.
Die drei Wochen danach waren ruhig.
Ich wohnte bei meiner Mutter, ließ mich umsorgen und pflegen. Ich verbrachte 24 Stunden mit meinem Kind, in Ruhe, in unserem Rhythmus. Das Stillen klappte, die Narbe heilte, wir lernten uns kennen.
Ich bin meiner Mutter unglaublich dankbar für diese drei Wochen Ruhe!
Nach vier Wochen fuhren wir zurück nach Hause. Am nächsten Tag war ich wieder in der Arbeit. Mein Wochenbett beendet.
Ich war der Meinung, dass diese vier Wochen ausreichend Zeit waren.
Doch leider war es nicht so. Die Quittung kam wenig später.
Nach 200 Stunden Arbeit.
Also mein Sohn acht Wochen alt war, hatte ich keine Milch mehr, war erschöpft und depressiv.
Wochenbettfakten:
- Wann: März 2010
- Wen: Froschkönig
- Wo: Klinik
- Wie lang war eure echte Wochbettzeit: 4 Wochen
- Wer war im Wochenbett besonders an eurer Seite: Mama
Mein zweites Wochenbett begann um 12 Uhr und 13 Minuten am 03.11.2014 in dem Moment, als ich meine Tochter mit einer letzten anstrengenden Presswehe gebar und sie mir von meiner Hebamme auf den Bauch gelegt wurde.
Wir waren noch eine Dreiviertelstunde durch die pulsierende Nabelschnur verbunden und in dieser Zeit lagen wir beide reglos da und erholten uns von der Anstrengung. Nachdem die Nabelschnur endlich auspulsiert war, begannen wir unsere Stillbeziehung mit einer halbstündigen Stillmahlzeit.
Eineinhalb Stunden nach der Geburt duschte ich und begrüßte meinen Sohn. Wir zogen zu Viert auf unser Sofa und haben es die erste Lebenswoche nur selten verlassen.
Wir waren mal spazieren, den Großen in den Kindergarten bringen und auf der Gemeinde. Aber die meiste Zeit lag ich mit meiner Tochter auf dem Sofa. Wir stillten, wir kuschelten, wir schliefen.
14 Tage lag habe ich bis auf eine einzige ausgeräumte Waschmaschine keinen einzigen Handgriff im Haushalt gemacht. Wie wundervoll.
Alles was ich tat, war mich um mich und meinen Körper zu kümmern, meine Tochter zu versorgen und zu schlafen.
Nach zwei Wochen begann ich langsam wieder alles zu machen, trotzdem war mein Mann noch weitere zwei Wochen zuhause und unterstütze mich wo es nur ging. Die ersten vier Lebenswochen waren geprägt von Ruhe und Frieden.
Als sich alles eingependelt hatte, begann der Alltag.
Wochenbettfakten:
- Wann: November 2013
- Wen: Prinzessin
- Wo: Zuhause
- Wie lang war eure echte Wochbettzeit: 8 Wochen
- Wer war im Wochenbett besonders an eurer Seite: Mann
Das Wochenbett ist eine sensible Zeit.
Und wird doch oft so Stiefmütterlich behandelt.
Doch in der Schwangerschaft und unter der Geburt bringt unser Körper Höchstleistung.
Auch nach einer problemlosen Schwangerschaft ist der Körper erstmal geschafft.
Die erste Zeit mit dem neuen Familienmitglied ist aufregend, anstrengend, wunderschön.
Sie fordert einen ununterbrochen.
Die Hormone fahren Achterbahn, der Körper produziert Milch wie ein Hochleistungskraftwerk, der Ammenschlaf lässt uns kaum richtig zur Ruhe kommen. Gleichzeitig ist der Körper damit beschäftigt die Schwangerschaftshinterlassenschaften "aufzuräumen".
Und dann ist da noch das Baby! Wir kreisen um es, unser ganzer Rhythmus wird ausgehebelt und muss sich nach diesem kleinen Wesen neu ausrichten. Wir schrecken bei jedem Röcheln, Knätern oder Seufzen unseres Babys hoch. Wir müssen lernen seine Körpersprache zu deuten, es zu verstehen und seine Bedürfnisse zu befriedigen.
8 Wochen.
In denen liegt man nicht nur. Und das ist sicher auch nicht nötig.
Aber bei all dem was gerade geschieht, tut man gut daran sich Hilfe bei dem zu besorgen, was sonst noch so ansteht.
Ich versuche es mal konkret in Tipps zu fassen.
1. Den Mann bitten so lange Urlaub zu nehmen wie möglich. Mindestens 14 Tage, besser noch 4 Wochen.
2. Besuch limitieren!
3. Dem Mann zutrauen, dass er den Haushalt zwar anders, aber genauso kompetent schmeißt! (Ich nehme mich da nicht aus. Jedesmal wenn ich etwas aus dem Schrank holte, habe ich heimlich die Hemden anders zusammen gelegt, weil mein Mann es natürlich nicht "richtig" macht - aber echt: wenn die Handtücher 4 Wochen lang eben falsch zusammen gefaltet im Schrank liegen... den Handtüchern tut das nix und abtrocknen kann man sich damit genauso)
4. den Besuch bitten Essen mitzubringen
5. immer eine Flasche Wasser neben sich stehen haben und bei jedem Stillen ein Glas trinken!
6. Ein Messbecher neben dem Klo mit lauwarmem Wasser - nicht nur bei Geburtsverletzungen, sondern auch wegen des Wochenfluss sehr angenehm
7. Suppen und Eintöpfe! Das beste Kraftfutter überhaupt!
8. auf den Instikt verlassen!
Ich wünsche euch ein gutes und erholsames Wochenbett.
Noch mehr Tipps findet ihr bei den anderen Teilnehmern der Blogparade
Wochenbett-Tips aus erster Hand – von Mutter zu Mutter
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Mittwoch, 5. März 2014
Freitag, 14. Februar 2014
Rainbow Baby
Wenn ich dieses Video sehe, dann könnte ich auch direkt nochmal ein Baby bekommen!
Wundervoll und umbedingt erhaltenswert!
Ich wünsche mir sehr, dass unser drittes Baby auch wieder zuhause das Licht der Welt erblicken darf.
Wundervoll und umbedingt erhaltenswert!
Ich wünsche mir sehr, dass unser drittes Baby auch wieder zuhause das Licht der Welt erblicken darf.
Sonntag, 9. Februar 2014
Hebammen - Ein Beruf stirbt aus
Ich möchte hier gerne einige Posts veröffentlichen. Sie stammen von einer deutschen Hebamme.
Ein Update kam einige Tage später:
Und es betrifft nicht nur die Hausgeburtshebammen oder die Hebammen in Geburtshäusern.
Sondern auch Beleghebammen und auf lange Sicht vermutlich auch Hebammen in Kliniken!
Es betrifft jede Frau in Deutschland, die ein Kind plant oder bereits schwanger ist!
Und falls ihr nun glaubt, dass das ganze nur zu einem Problem von ein paar wenigen Ökotanten, wir mir wird, dann liegt ihr leider falsch.
Als erstes sind eben auch Beleghebammen betroffen. Sollten diese keine Versicherung mehr haben, dann werden noch mehr Geburtstationen in Deutschland dicht machen und vermutlich ganze Landkreise ohne Geburtshilfestationen auskommen müssen. Das heißt, dass Familien in Zukunft noch weitere Wege zurücklegen müssen, um in ein Krankenhaus mit Kreißsaal zu kommen. Sollte es zu Komplikationen kommen bedeutet das auch, dass adäquate Hilfe vielleicht nicht rechtzeitig möglich ist. In Städten ist dieses Problem natürlich nicht so gravierend, aber auch dort sind Auswirkungen spürbar.
In Nürnberg beispielsweise gab es vor wenigen Jahren noch 5 Kliniken mit Geburtshilfe (Südklinikum, Theresienkrankenhaus, Hallerwiese, Sanaklinik, Martha Maria). Davon sind inzwischen bereits zwei Stationen geschlossen. Im Theresienkrankenhaus gibt es noch Beleghebammen, im Südklinikum und der Hallerwiese arbeiten angestellte Hebammen. Sollte es keine Beleghebammen mehr geben, wird es vielleicht bald nur noch zwei Geburtshilfestationen in Nürnberg geben. Eine Großstadt mit 500.000 Einwohnern!
Bereits im letzten Jahr waren die Geburtstationen in den Nürnberger Kliniken überlastet.
Die Zahl der Geburten bleibt konstant, doch sie müssen von immer weniger Hebammen in immer weniger Krankenhäusern gestemmt werden.
Folge ist, dass die einzelne Frau auf der Strecke bleibt. Denn 4 Hebammen in einer Schicht sind zum Teil für 6, 8 oder mehr Gebärende geleichzeitig zuständig.
Das alles verbessert nicht die Sicherheit von Geburten!
Und auch Kliniken an sich sind betroffen. Hier ein Zitat:
Das ist eine Mail von unserem Berufsverband! lest mal genau was da steht! Das gleicht schon einem Berufsverbot, dass wir Frauen die nach dem 01,07. gebären keine Zusage für Geburtshilfe geben dürfen. Ich klage an! Liebe Hebammen was erwartet ihr eigentlich noch von diesen Berufsverbänden, die Knebelverträge abschliessen und selbst davon profitieren? was hält euch denn noch in diesen Verbänden? Ich suche Mitstreiterinnen für Klagen vor dem Bundeskartellamt da es keinen Wettbewerb der Versicherer gibt sondern nur Monopole! Ich klage vor dem Bundesverfassungsgericht weil mir verwehrt wird meinen Beruf auszuüben und damit meine Existenz zu Nichte gemacht wird. Meldet euch, lasst uns selbst die Sache in die Hand nehmen denn niemand ausser wir selber wird es für uns tun!
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Geburtshaus Ingolstadt BfHD Newsticker 31. Januar 2014
Inhalt:
GKV-Gespräche zur Betriebskostenpauschale abgebrochen
Schritt für Schritt: Leistungsbeschreibungen
Haftpflicht: Immer noch nichts Neues - Vorsicht insbesondere bei der Annahme von Geburten ab 01.07.2014!!
***
GKV-Gespräche zur Betriebskostenpauschale abgebrochen
Die im letztjährigen Schiedsspruch geforderten Gespräche zwischen den Hebammenverbänden und dem GKV zur Neustrukturierung der BKP für hebammengeleitete Einrichtungen wurden in der vergangenen Woche in Berlin ergebnislos abgebrochen. In der Sache konnte auch nach einem Jahr Gesprächsdauer keine Einigkeit bei der Festsetzung der Elemente der BKP erzielt werden. Der GKV beabsichtigt nun, diese von der Schiedsstelle verlangten Änderungen per Ausschreibung an eine entsprechende Firma zu vergeben. Die Hebammenverbände haben diese Entwicklung mit Bedauern zur Kenntnis genommen und werden die Angelegenheit auch auf ihrer Seite energisch weiterverfolgen.
***
Schritt für Schritt: Leistungsbeschreibungen
Auch in Sachen Leistungsbeschreibungen waren die Vorstandsfrauen in dieser Woche erneut mit dem GKV in Kontakt. Die AG tagte in Hannover und befasste sich mit dem Bereich der Vorsorge. Der Weg ist steinig, aber es geht voran. In den kommenden Wochen soll es um die Wochenbettbetreuung und natürlich vor allem um die Geburten gehen.
***
Haftpflicht: Immer noch nichts Neues - Vorsicht insbesondere bei der Annahme von Geburten ab 01.07.2014!!
Wir haben Euch leider auch heute keine Neuigkeiten auf dem Feld der Haftpflicht mitzuteilen. Das ist für alle Beteiligten ungeheuer frustrierend.
Die Vorstandsfrauen möchten die Kolleginnen in der außerklinischen Geburtshilfe ausdrücklich auf folgendes hinweisen: Wenn Geburten für den Zeitraum ab dem 01.07.14 angenommen werden, sollte den Frauen/Paaren unbedingt mitgeteilt werden, dass wegen der bekannten Situation noch nicht geklärt ist, ob die Hebamme ab diesem Zeitpunkt die gesetzlich vorgesehene angemessene Haftpflichtversicherung nachweisen kann, und dass es sein kann, dass die Hebamme aus diesem Grund die Geburt möglicherweise nicht leisten kann. Die Frauen und Paare sollten diesen Hinweis schriftlich erhalten; er kann auch in den Behandlungsvertrag aufgenommen werden.
Wir arbeiten daran, Euch einen entsprechenden Formulierungsvorschlag zukommen zu lassen.
***
für die Geschäftsstelle
Tabea Dietrich
für den Vorstand
Ruth Pinno
Ein Update kam einige Tage später:
Liebe Mitgliedsfrauen,
wie wir heute erfahren haben, wird die Nürnberger Versicherung die Versicherung der Mitgliedsfrauen über den 30.06.2014 hinaus fortführen.
Über die Prämienhöhe gibt es noch keine Aussage. Wir werden Euch sofort informieren, sobald Zahlen vorliegen.
Gleichzeitig wurde uns mitgeteilt, dass sich die Nürnberger Versicherung entschieden hat, das Geschäft der Hebammenversicherung zum 01.07.2015 endgültig aufzugeben.
Es handelt sich bei der jetzigen Entscheidung also nur um einen Zeitaufschub, das generelle Problem der Berufshaftpflichtversicherung für Hebammen ist immer noch nicht gelöst!
Aus diesem Grund werden wir auch weiterhin gemeinsam mit unserem Versicherungsmakler AON mit Hochdruck an einer alternativen Versicherungslösung weiterarbeiten - und fordern die politischen Entscheidungsträger im Lande auf, die Zeit bis 2015 endlich konstruktiv im Sinne einer Umstrukturierung des Haftpflichtproblems zu nutzen.
***
für die Geschäftsstelle
Tabea Dietrich
für den Vorstand
Ruth Pinno
Und es betrifft nicht nur die Hausgeburtshebammen oder die Hebammen in Geburtshäusern.
Sondern auch Beleghebammen und auf lange Sicht vermutlich auch Hebammen in Kliniken!
Es betrifft jede Frau in Deutschland, die ein Kind plant oder bereits schwanger ist!
Meine Liebe, Die Hebammen sind am aussterben. Die Kraft geht bei vielen zu Ende, Ich selbst bin dem Burn out nahe. Wir brauchen die Unterstützung von euch Frauen. Scheisst die Verantwortlichen Politiker zu mit Posts, Briefen, Karten Mails. Demonstriert mit uns. Schluss endlich geht es um uns Frauen nicht nur um uns Hebammen. Es geht um euer Grundrecht auf freie Wahl des Geburtsortes, was in Deutschland in grossen Schritten ausgehebelt wird! Empört euch! und lasst euch das nicht gefallen.
Und falls ihr nun glaubt, dass das ganze nur zu einem Problem von ein paar wenigen Ökotanten, wir mir wird, dann liegt ihr leider falsch.
Als erstes sind eben auch Beleghebammen betroffen. Sollten diese keine Versicherung mehr haben, dann werden noch mehr Geburtstationen in Deutschland dicht machen und vermutlich ganze Landkreise ohne Geburtshilfestationen auskommen müssen. Das heißt, dass Familien in Zukunft noch weitere Wege zurücklegen müssen, um in ein Krankenhaus mit Kreißsaal zu kommen. Sollte es zu Komplikationen kommen bedeutet das auch, dass adäquate Hilfe vielleicht nicht rechtzeitig möglich ist. In Städten ist dieses Problem natürlich nicht so gravierend, aber auch dort sind Auswirkungen spürbar.
In Nürnberg beispielsweise gab es vor wenigen Jahren noch 5 Kliniken mit Geburtshilfe (Südklinikum, Theresienkrankenhaus, Hallerwiese, Sanaklinik, Martha Maria). Davon sind inzwischen bereits zwei Stationen geschlossen. Im Theresienkrankenhaus gibt es noch Beleghebammen, im Südklinikum und der Hallerwiese arbeiten angestellte Hebammen. Sollte es keine Beleghebammen mehr geben, wird es vielleicht bald nur noch zwei Geburtshilfestationen in Nürnberg geben. Eine Großstadt mit 500.000 Einwohnern!
Bereits im letzten Jahr waren die Geburtstationen in den Nürnberger Kliniken überlastet.
Die Zahl der Geburten bleibt konstant, doch sie müssen von immer weniger Hebammen in immer weniger Krankenhäusern gestemmt werden.
Folge ist, dass die einzelne Frau auf der Strecke bleibt. Denn 4 Hebammen in einer Schicht sind zum Teil für 6, 8 oder mehr Gebärende geleichzeitig zuständig.
Das alles verbessert nicht die Sicherheit von Geburten!
Und auch Kliniken an sich sind betroffen. Hier ein Zitat:
Ärzte Zeitung, 07.02.2013
"Versicherung
Ecclesia will Haftpflicht-Dilemma der Kliniken lösen
Behandlungsfehler werden immer teurer. Vielen Krankenhäusern fällt es deshalb schwer, eine Haftpflichtversicherung zu finden. Die Detmolder Ecclesia denkt nun über Abhilfe nach.
...
211 Kliniken stehen ohne Schutz da
Pflege- und Erwerbskosten sind besonders teuer, sagte Petry. "Grund dafür ist unter anderem, dass viele Kinder mit Geburtsschäden heute das Erwerbsleben erreichen und eine beinahe normale Lebenserwartung haben. Das haben die Versicherer nicht eingerechnet."
270 Kliniken, die Ecclesia betreut, sind 2013 von höheren Prämien betroffen, 211 weiteren wurden die Verträge gekündigt. Trotz der extremen Prämiensteigerungen ist kein deutscher Versicherer bereit, neu in den Markt einzusteigen.
Ausländische Versicherer seien ebenfalls zurückhaltend, diese Risiken zu tragen, oder sie fordern noch wesentlich höhere Prämien als auf dem deutschen Markt üblich, berichtete Petry. ..."
http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirt ... oesen.html
Mittwoch, 5. Februar 2014
How to survive Wochenbett
Mal wieder eine Empfehlung.
Und zwar zu einem wunderbaren Beitrag über das Wochenbett.
How to survive Wochenbett
Denkt dran liebe Frauen!
Das Wochenbett ist wichtig!
Genießt es!
Und zwar zu einem wunderbaren Beitrag über das Wochenbett.
How to survive Wochenbett
Denkt dran liebe Frauen!
Das Wochenbett ist wichtig!
Genießt es!
Mittwoch, 29. Januar 2014
Fotos voller Wunder!
Heute möchte ich euch einen Blog vorstellen, der zwar noch ganz neu ist, den ich aber trotzdem schon sehr liebe.
E.Mauersberger Photography
In ihrem Blog zeigt Esther ihre wundervollen Fotos.
Sie begleitet Familien bei der Geburt ihrer Kinder und macht intime und besondere Fotos von diesem bewegenden Ereignis.
Und jedesmal werde ich ein bisschen wehmütig und auch neidisch, dass ich keine solchen Fotos von der Geburt unserer Kinder habe.
Leider wohnt Esther so weit von uns entfernt, dass wir wohl nicht die Gelegenheit haben werden, sie zur Geburt eines eventuellen dritten Kindes einzuladen.
Da muss ich mir wohl weiterhin die hübschen Bilder von anderen Familien ansehen.
E.Mauersberger Photography
In ihrem Blog zeigt Esther ihre wundervollen Fotos.
Sie begleitet Familien bei der Geburt ihrer Kinder und macht intime und besondere Fotos von diesem bewegenden Ereignis.
Und jedesmal werde ich ein bisschen wehmütig und auch neidisch, dass ich keine solchen Fotos von der Geburt unserer Kinder habe.
Leider wohnt Esther so weit von uns entfernt, dass wir wohl nicht die Gelegenheit haben werden, sie zur Geburt eines eventuellen dritten Kindes einzuladen.
Da muss ich mir wohl weiterhin die hübschen Bilder von anderen Familien ansehen.
Samstag, 9. November 2013
Prinzessin Elsa von der Erbse hatte es sehr eilig!
Und hier kommt nun der Bericht von der späten und dann sehr schnellen Geburt unserer kleinen Prinzessin!
Samstag, 02.11.:
Die Schwiegereltern riefen an und wollten das Sonntagsessen auf Samstagabend verschieben.
Mir ging es gut, keine Wehen, alles wie immer. Also sagten wir zu.
Essen konnte ich dann kaum, nach dem Salat war ich voll und schaffte noch ein paar Anstandshäppchen.
Irgendwie war mir nicht nach Essen. Aber es war ein netter Abend.
Um 19.30 beschlossen wir spontan noch ins Kino zu gehen und dort angekommen entschieden wir uns für "Frau Ella". Der Film ging bis kurz vor 23 Uhr und während der Vorstellung hatte ich ein paar sehr harmlose, aber "andere" Wehen.
Auf dem Spaziergang heim kamen sie weiter, schmerzfrei, problemlos.
Sonntag, 03.11.:
Daheim wollte ich schlafen und das konnte ich sogar bis um 2 Uhr.
Da wurde ich dann wach und konnte erstmal nicht mehr schlafen.
Nach jeder Kontraktion, die noch immer Schmerzfrei und mit großen Abständen kamen, musste ich mich auf die andere Seite drehen. Irgendwann konnte ich nochmal etwas schlafen.
Um 4 Uhr war ich wieder wach. Nun konnte ich nicht mehr einschlafen, aber die Wehen waren noch immer schmerzfrei.
Ich ging ins Wohnzimmer und legte mich dort aufs Sofa, spielte auf dem Handy Kreuzworträtsel in den Wehenpausen. Die Wehen waren super zu ertragen, taten gar nicht weh, aber so langsam kam mir der Gedanke auf, dass es vielleicht kein falscher Alarm sein würde.
Die Abstände wurden kürzer und waren dann bald bei 5 Minuten.
Gegen 6 Uhr weckte ich meinen Mann, damit er bescheid weiß.
Er räumte im Kinderzimmer die Eisenbahn weg, damit Platz für den Pool ist.
Stellte überall die Heizung an.
Zog sich an und aß etwas.
Um 6.49 rief ich meine Hebamme an, um sie vorzuwarnen.
Sie fragte, ob und wann sie kommen soll.
Ich sagte, keine Eile, Wehen sind gut zu ertragen, aber kannst ja in ner Stunde mal vorbei schauen.
Während des Telefonates kam eine Wehe, die dann schon irgendwie anders wurde.
Eine Stunde später kam die Hebamme, da kamen die Wehen bereits im 3 Minutentakt.
Weh tat es immer noch nicht, ich veratmete und vertönte, es war Arbeit, aber ich konnte mit den Wehen gut klar kommen.
Meine Hebamme saß erstmal nur neben mir, hörte mir bei meinen Wehen zu und wir unterhielten uns in den Wehenpausen.
Wir lachten und scherzten, das wurde mit der Zeit immer weniger, denn die Wehen wurden länger und die Abstände blieben bei 3 Minuten, so dass ich die Pausen bald schweigend verbrachte und brauchte, um mich zu konzentrieren.
Um 9.30 Uhr fragte sie, ob sie mal tasten sollte.
Die ganze Zeit hatte ich liegend auf der linken Seite auf dem Sofa verbracht und wechselte in der Wehe immer in den Vierfüßler.
Im Stehen oder Sitzen kamen die Wehen sofort jede Minute.
Das war mir zuviel, also wollte ich wieder aufs Sofa hinlegen.
Meine Hebamme untersuchte mich und überraschenderweise war ich schon bei 4cm, Muttermund war sehr weich, die Blase stand prall und der Kopf noch weit oben.
Der Druck im Stehen kam wohl von der Fruchtblase.
Also bezogen wir in der nächsten Wehenpause mal lieber das Sofa, falls die Blase springen sollte.
Ich machte also weiter wie bisher, die Wehen wurden stärker und intensiver.
Abstände immer bei 2-3 Minuten.
Irgendwann begannen sie weh zu tun. Ich hatte gar kein Zeitgefühl.
Der Wehenschmerz saß immer nur vorne in der Leiste, sonst nirgendwo.
Irgendwann bekamen die Wehen nochmal nen neuen Drall und ich musste einige Male an die Kaiserschnittnarbe denken, das sagte ich auch zu meiner Hebamme.
Sie beruhigte mich und sagte, dass es keine Anzeichen gäbe, dass mit der Narbe was nicht stimmt.
Sie fragte, ob ich dann in den Pool will, vielleicht wären da die Abstände wieder etwas größer, so dass ich mich etwas erholen könnte.
Ich bejahte.
Also baute mein Mann den Pool auf, ich ging aufs Klo.
Im Stehen wurden die Wehen wieder sehr stark, sitzen ging nicht mehr. Ich musste wieder aufstehen vom Klo, da sprang die Blase. Volltreffer ins Klo, kein Tropfen daneben.
Laut Geburtsprotokoll der Hebamme ist es nun 11.30 Uhr.
Als ich aufstehe sehe ich, dass alles Dunkelgrün ist.
Ich gehe auf den Gang und sage meiner Hebamme, dass das Fruchtwasser grün ist.
Auf dem Gang die nächste Wehe.
Der Druck ist schlimmer als zuvor, ich schreie, dass ich nicht stehen kann.
Mein Mann kommt, damit ich mich an ihm halten kann. Er ist mir im Weg, ich brülle ihn weg.
Meine Hebamme kommt mit dem Hocker, ne will ich auch nicht. Diese Wehe verbrülle ich im Stehen im Türrahmen.
Ab ins Kinderzimmer, da ist der Pool, daneben das Bett, erstmal dorthin. Hinlegen, vielleicht hilft das diesmal auch.
Meine Hebamme bittet mich untersuchen zu dürfen. 11.40 Uhr.
8cm offen, Kopf weit oben, ich komme mit den Wehen nicht mehr klar.
Auch im Liegen kommen sie ununterbrochen, keine Wehenpausen mehr, dazu dunkelgrünes Fruchtwasser.
Sie sagt mir, dass sie gerne verlegen würde.
Ich sage ja, ich kann nicht mehr. Schreie, dass ich was gegen diese Wehen brauche. Sofort.
Sie geht und bringt mir ein Spray.
Ich soll ausatmen und tief inhalieren.
Doch das geht nicht. Nächste Wehe.
Sie fragt in welche Klinik. Wehenpause. Theresien. Nächste Wehe. Sie telefoniert. Ich brülle. Mein Mann packt schnell eine Tasche, zieht sich an. 11.45 Uhr.
Ich liege allein, winde mich in den Wehen, die nun ohne Pause kommen und kann nur denken, dass ich so in kein Auto steigen werde.
Sie sollen gefälligst nen Arzt ran schaffen, der mich jetzt sofort hier mit irgendwas starkem ins Delirium schießt.
Meine Hebamme fragt ob das Spray wirkt.
Keine Ahnung.... Habe keine Zeit zum Atmen, also auch nicht zum Spray nehmen.
Kann nur die Wehen verbrüllen.
Sie ist nochmal raus, Schuhe anziehen.
Plötzlich muss ich muss pressen.
Es ist 11.55 Uhr.
Meine Hebamme hört mich vom Gang aus und kommt sofort. Schaut mich an, nimmt ihre Handschuhe.
Sie sagt, dass sie nochmal tasten will.
Nein auf keinen Fall. Ich muss in den Vierfüßler.
Sie tastet zwischen der Wehe.
Ich drehe fast am Rad. Das muss sofort aufhören.
Ich lege mich auf die Seite. Sie sagt, dass sie nochmal tasten muss. Ich lasse sie, im Liegen geht das gut.
Ich muss wieder pressen.
"Du bekommst dein Kind jetzt hier"
Wie?
Äh ne...
Doch, ich muss wieder pressen. Liege auf der Seite, es geht nicht anders.
Sie fragt, ob ich so liegen bleiben will.
Pool ist noch leer, Hocker wäre aber da.
Nein ich will liegen, kann mich nicht bewegen.
Sie fragt ob ich das Bein aufstellen will. Ja. Mein Mann hält mein rechtes Bein. Ich presse auf der Seite.
Es kommen einige Presswehen, ich merke, wie mein Baby immer tiefer tritt.
Dann fängt es an zu brennen.
Ich höre, wie sie mich immer wieder ermuntern, sprechen mir Mut zu.
Ich bin atme in den Pausen und brülle in der Wehe.
Mein Mann atmet mit mir, hilft mir tief Luft zu holen.
Nächste Wehe, ich merke wie der Kopf kommt, er ist fast da, da ist die Wehe vorbei. Ich muss den Kopf wieder zurück lassen.
Ich weiß, dass er mit der nächsten Wehe kommt.
Für einen kurzen Moment denke ich mir: Ne, das Kind bleibt drin. Ich will keine Wehe mehr. Doch dann wird mir klar, dass ich hier gerade nimmer raus komme aus der Geschichte. Ich lasse die Wehe kommen.
Sie ist gewaltig, der Kopf wird geboren.
Ich höre wie meine Hebamme meinem Mann etwas zeigt, sie ist ruhig, aber ich merke, irgendwas passt nicht.
Sie bittet mich bei der nächsten Wehe mitzupressen.
Die Wehe kommt nicht, sie massiert etwas meinen Bauch, dann endlich kommt eine Wehe, ich kann nur mischieben, nicht pressen. Sie sagt, ich muss auf den Rücken. Mein Mann und die Hebamme helfen beim drehen, sie streckt meine Beine, lässt sie mich wieder anziehen.
Sie sagt noch, dass sie leider hingreifen muss. Noch eine Wehe kommt, sie macht was an meinem Baby, ich merke, dass sich erst nichts tut, dann plötzlich ist es vorbei.
12.13 Uhr. 18 Minuten Presswehen.
Mein Baby wird, wie abgesprochen, wegen des grünen Fruchtwassers abgesaugt.
Dann kommt es auf meinen Bauch. Es ist so weich, warm und perfekt.
Ich kann mich nicht rühren, nur festhalten und gucken.
Mein Mann fragt, ob er es mir verraten soll.
Nein!
Ich schaue nach, ein Mädchen!
Die erste halbe Stunde bekomme ich nichts mit außer meinem Baby.
Sie ist so wundervoll. Die Nabelschnur pulsiert lange, sie braucht wohl noch, die Geburt war so rasant.
Nach einer dreiviertelstunde etwa ist sie auspulsiert.
Dann kann ich anfangen wieder was wahrzunehmen.
Meine Hebamme berichtet mir, dass sie am Ende etwas bestimmt werden musste.
Die Schultern steckten fest und sie hat sich nicht richtig eingestellt. Außerdem hatte sie beide Hände überkreuzt wie ein Pharao direkt an den Schultern.
Durch den Lagewechsel kamen die Schultern dann aber richtig und sie hat dann an den Ärmchen noch mitgeholfen.
Wir liegen noch lange, stillen, kuscheln und bestaunen unser Baby.
Erst nach 1,5 Stunden stehe ich auf und gehe duschen.
Dann kommt auch schon der große Bruder mit der Oma nach Hause und darf wie ausgemacht bei der U1 die Nabelschnur durchschneiden.
Die stolzen Maße:
56cm
36cm Kopfumfang
4400g
Die Geburt war echt gewaltig, überwältigend.
Sie war nicht wunderschön, aber sie war gut.
Ich war fast die ganze Zeit absolut bei mir, habe genau das gemacht, was ich wollte, hatte eine super Begleitung.
Die Übergangsphase war hart, wäre ich da im KH gewesen, ich hätte alles genommen.
Die Pressphase war einfach nur gewaltig, überrollend, befreiend und anstrengend.
Ich bin so froh, dass ich zuhause war.
Und ich danke meinem Mann und meiner Hebamme von Herzen für ihre wundervolle Unterstützung!
Samstag, 02.11.:
Die Schwiegereltern riefen an und wollten das Sonntagsessen auf Samstagabend verschieben.
Mir ging es gut, keine Wehen, alles wie immer. Also sagten wir zu.
Essen konnte ich dann kaum, nach dem Salat war ich voll und schaffte noch ein paar Anstandshäppchen.
Irgendwie war mir nicht nach Essen. Aber es war ein netter Abend.
Um 19.30 beschlossen wir spontan noch ins Kino zu gehen und dort angekommen entschieden wir uns für "Frau Ella". Der Film ging bis kurz vor 23 Uhr und während der Vorstellung hatte ich ein paar sehr harmlose, aber "andere" Wehen.
Auf dem Spaziergang heim kamen sie weiter, schmerzfrei, problemlos.
Sonntag, 03.11.:
Daheim wollte ich schlafen und das konnte ich sogar bis um 2 Uhr.
Da wurde ich dann wach und konnte erstmal nicht mehr schlafen.
Nach jeder Kontraktion, die noch immer Schmerzfrei und mit großen Abständen kamen, musste ich mich auf die andere Seite drehen. Irgendwann konnte ich nochmal etwas schlafen.
Um 4 Uhr war ich wieder wach. Nun konnte ich nicht mehr einschlafen, aber die Wehen waren noch immer schmerzfrei.
Ich ging ins Wohnzimmer und legte mich dort aufs Sofa, spielte auf dem Handy Kreuzworträtsel in den Wehenpausen. Die Wehen waren super zu ertragen, taten gar nicht weh, aber so langsam kam mir der Gedanke auf, dass es vielleicht kein falscher Alarm sein würde.
Die Abstände wurden kürzer und waren dann bald bei 5 Minuten.
Gegen 6 Uhr weckte ich meinen Mann, damit er bescheid weiß.
Er räumte im Kinderzimmer die Eisenbahn weg, damit Platz für den Pool ist.
Stellte überall die Heizung an.
Zog sich an und aß etwas.
Um 6.49 rief ich meine Hebamme an, um sie vorzuwarnen.
Sie fragte, ob und wann sie kommen soll.
Ich sagte, keine Eile, Wehen sind gut zu ertragen, aber kannst ja in ner Stunde mal vorbei schauen.
Während des Telefonates kam eine Wehe, die dann schon irgendwie anders wurde.
Eine Stunde später kam die Hebamme, da kamen die Wehen bereits im 3 Minutentakt.
Weh tat es immer noch nicht, ich veratmete und vertönte, es war Arbeit, aber ich konnte mit den Wehen gut klar kommen.
Meine Hebamme saß erstmal nur neben mir, hörte mir bei meinen Wehen zu und wir unterhielten uns in den Wehenpausen.
Wir lachten und scherzten, das wurde mit der Zeit immer weniger, denn die Wehen wurden länger und die Abstände blieben bei 3 Minuten, so dass ich die Pausen bald schweigend verbrachte und brauchte, um mich zu konzentrieren.
Um 9.30 Uhr fragte sie, ob sie mal tasten sollte.
Die ganze Zeit hatte ich liegend auf der linken Seite auf dem Sofa verbracht und wechselte in der Wehe immer in den Vierfüßler.
Im Stehen oder Sitzen kamen die Wehen sofort jede Minute.
Das war mir zuviel, also wollte ich wieder aufs Sofa hinlegen.
Meine Hebamme untersuchte mich und überraschenderweise war ich schon bei 4cm, Muttermund war sehr weich, die Blase stand prall und der Kopf noch weit oben.
Der Druck im Stehen kam wohl von der Fruchtblase.
Also bezogen wir in der nächsten Wehenpause mal lieber das Sofa, falls die Blase springen sollte.
Ich machte also weiter wie bisher, die Wehen wurden stärker und intensiver.
Abstände immer bei 2-3 Minuten.
Irgendwann begannen sie weh zu tun. Ich hatte gar kein Zeitgefühl.
Der Wehenschmerz saß immer nur vorne in der Leiste, sonst nirgendwo.
Irgendwann bekamen die Wehen nochmal nen neuen Drall und ich musste einige Male an die Kaiserschnittnarbe denken, das sagte ich auch zu meiner Hebamme.
Sie beruhigte mich und sagte, dass es keine Anzeichen gäbe, dass mit der Narbe was nicht stimmt.
Sie fragte, ob ich dann in den Pool will, vielleicht wären da die Abstände wieder etwas größer, so dass ich mich etwas erholen könnte.
Ich bejahte.
Also baute mein Mann den Pool auf, ich ging aufs Klo.
Im Stehen wurden die Wehen wieder sehr stark, sitzen ging nicht mehr. Ich musste wieder aufstehen vom Klo, da sprang die Blase. Volltreffer ins Klo, kein Tropfen daneben.
Laut Geburtsprotokoll der Hebamme ist es nun 11.30 Uhr.
Als ich aufstehe sehe ich, dass alles Dunkelgrün ist.
Ich gehe auf den Gang und sage meiner Hebamme, dass das Fruchtwasser grün ist.
Auf dem Gang die nächste Wehe.
Der Druck ist schlimmer als zuvor, ich schreie, dass ich nicht stehen kann.
Mein Mann kommt, damit ich mich an ihm halten kann. Er ist mir im Weg, ich brülle ihn weg.
Meine Hebamme kommt mit dem Hocker, ne will ich auch nicht. Diese Wehe verbrülle ich im Stehen im Türrahmen.
Ab ins Kinderzimmer, da ist der Pool, daneben das Bett, erstmal dorthin. Hinlegen, vielleicht hilft das diesmal auch.
Meine Hebamme bittet mich untersuchen zu dürfen. 11.40 Uhr.
8cm offen, Kopf weit oben, ich komme mit den Wehen nicht mehr klar.
Auch im Liegen kommen sie ununterbrochen, keine Wehenpausen mehr, dazu dunkelgrünes Fruchtwasser.
Sie sagt mir, dass sie gerne verlegen würde.
Ich sage ja, ich kann nicht mehr. Schreie, dass ich was gegen diese Wehen brauche. Sofort.
Sie geht und bringt mir ein Spray.
Ich soll ausatmen und tief inhalieren.
Doch das geht nicht. Nächste Wehe.
Sie fragt in welche Klinik. Wehenpause. Theresien. Nächste Wehe. Sie telefoniert. Ich brülle. Mein Mann packt schnell eine Tasche, zieht sich an. 11.45 Uhr.
Ich liege allein, winde mich in den Wehen, die nun ohne Pause kommen und kann nur denken, dass ich so in kein Auto steigen werde.
Sie sollen gefälligst nen Arzt ran schaffen, der mich jetzt sofort hier mit irgendwas starkem ins Delirium schießt.
Meine Hebamme fragt ob das Spray wirkt.
Keine Ahnung.... Habe keine Zeit zum Atmen, also auch nicht zum Spray nehmen.
Kann nur die Wehen verbrüllen.
Sie ist nochmal raus, Schuhe anziehen.
Plötzlich muss ich muss pressen.
Es ist 11.55 Uhr.
Meine Hebamme hört mich vom Gang aus und kommt sofort. Schaut mich an, nimmt ihre Handschuhe.
Sie sagt, dass sie nochmal tasten will.
Nein auf keinen Fall. Ich muss in den Vierfüßler.
Sie tastet zwischen der Wehe.
Ich drehe fast am Rad. Das muss sofort aufhören.
Ich lege mich auf die Seite. Sie sagt, dass sie nochmal tasten muss. Ich lasse sie, im Liegen geht das gut.
Ich muss wieder pressen.
"Du bekommst dein Kind jetzt hier"
Wie?
Äh ne...
Doch, ich muss wieder pressen. Liege auf der Seite, es geht nicht anders.
Sie fragt, ob ich so liegen bleiben will.
Pool ist noch leer, Hocker wäre aber da.
Nein ich will liegen, kann mich nicht bewegen.
Sie fragt ob ich das Bein aufstellen will. Ja. Mein Mann hält mein rechtes Bein. Ich presse auf der Seite.
Es kommen einige Presswehen, ich merke, wie mein Baby immer tiefer tritt.
Dann fängt es an zu brennen.
Ich höre, wie sie mich immer wieder ermuntern, sprechen mir Mut zu.
Ich bin atme in den Pausen und brülle in der Wehe.
Mein Mann atmet mit mir, hilft mir tief Luft zu holen.
Nächste Wehe, ich merke wie der Kopf kommt, er ist fast da, da ist die Wehe vorbei. Ich muss den Kopf wieder zurück lassen.
Ich weiß, dass er mit der nächsten Wehe kommt.
Für einen kurzen Moment denke ich mir: Ne, das Kind bleibt drin. Ich will keine Wehe mehr. Doch dann wird mir klar, dass ich hier gerade nimmer raus komme aus der Geschichte. Ich lasse die Wehe kommen.
Sie ist gewaltig, der Kopf wird geboren.
Ich höre wie meine Hebamme meinem Mann etwas zeigt, sie ist ruhig, aber ich merke, irgendwas passt nicht.
Sie bittet mich bei der nächsten Wehe mitzupressen.
Die Wehe kommt nicht, sie massiert etwas meinen Bauch, dann endlich kommt eine Wehe, ich kann nur mischieben, nicht pressen. Sie sagt, ich muss auf den Rücken. Mein Mann und die Hebamme helfen beim drehen, sie streckt meine Beine, lässt sie mich wieder anziehen.
Sie sagt noch, dass sie leider hingreifen muss. Noch eine Wehe kommt, sie macht was an meinem Baby, ich merke, dass sich erst nichts tut, dann plötzlich ist es vorbei.
12.13 Uhr. 18 Minuten Presswehen.
Mein Baby wird, wie abgesprochen, wegen des grünen Fruchtwassers abgesaugt.
Dann kommt es auf meinen Bauch. Es ist so weich, warm und perfekt.
Ich kann mich nicht rühren, nur festhalten und gucken.
Mein Mann fragt, ob er es mir verraten soll.
Nein!
Ich schaue nach, ein Mädchen!
Die erste halbe Stunde bekomme ich nichts mit außer meinem Baby.
Sie ist so wundervoll. Die Nabelschnur pulsiert lange, sie braucht wohl noch, die Geburt war so rasant.
Nach einer dreiviertelstunde etwa ist sie auspulsiert.
Dann kann ich anfangen wieder was wahrzunehmen.
Meine Hebamme berichtet mir, dass sie am Ende etwas bestimmt werden musste.
Die Schultern steckten fest und sie hat sich nicht richtig eingestellt. Außerdem hatte sie beide Hände überkreuzt wie ein Pharao direkt an den Schultern.
Durch den Lagewechsel kamen die Schultern dann aber richtig und sie hat dann an den Ärmchen noch mitgeholfen.
Wir liegen noch lange, stillen, kuscheln und bestaunen unser Baby.
Erst nach 1,5 Stunden stehe ich auf und gehe duschen.
Dann kommt auch schon der große Bruder mit der Oma nach Hause und darf wie ausgemacht bei der U1 die Nabelschnur durchschneiden.
Die stolzen Maße:
56cm
36cm Kopfumfang
4400g
Die Geburt war echt gewaltig, überwältigend.
Sie war nicht wunderschön, aber sie war gut.
Ich war fast die ganze Zeit absolut bei mir, habe genau das gemacht, was ich wollte, hatte eine super Begleitung.
Die Übergangsphase war hart, wäre ich da im KH gewesen, ich hätte alles genommen.
Die Pressphase war einfach nur gewaltig, überrollend, befreiend und anstrengend.
Ich bin so froh, dass ich zuhause war.
Und ich danke meinem Mann und meiner Hebamme von Herzen für ihre wundervolle Unterstützung!
Freitag, 8. November 2013
Es ist geschafft!
Es hätte noch einen 42. Woche-Post geben können, aber ich hatte dann wirklich keine Nerven mehr.
Und am 9. Tag nach Termin wurde ich dann rasant und gewaltig "erlöst".
Und so kam ich ganz überraschend (ich dachte schon, ich würde einfach für immer und ewig schwanger bleiben) doch zu meinem gewünschten Sonntagskind!
Unsere Prinzessin kam am Sonntag um 12.13 Uhr nach einer raschen Eröffnungsphase und einer rasanten Austreibungsphase zuhause im Kinderzimmer auf die Welt.
Insgesamt hat die Geburt nur etwa 6,5 Stunden gedauert und das als quasi Erstgebärende, da ich beim Sohnemann ja nie Wehen hatte.
Den Geburtsbericht werde ich die Tage einstellen.
Und am 9. Tag nach Termin wurde ich dann rasant und gewaltig "erlöst".
Und so kam ich ganz überraschend (ich dachte schon, ich würde einfach für immer und ewig schwanger bleiben) doch zu meinem gewünschten Sonntagskind!
Unsere Prinzessin kam am Sonntag um 12.13 Uhr nach einer raschen Eröffnungsphase und einer rasanten Austreibungsphase zuhause im Kinderzimmer auf die Welt.
Insgesamt hat die Geburt nur etwa 6,5 Stunden gedauert und das als quasi Erstgebärende, da ich beim Sohnemann ja nie Wehen hatte.
Den Geburtsbericht werde ich die Tage einstellen.
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